Das Corona-Jahr 2021. Trotz der Einschränkung fast aller Bereiche des öffentlichen Lebens freuten wir uns im Imkerverein Meinersen über eine Rekordzahl an Interessenten und neuen Mitgliedern. Da aber fast alle Veranstaltungen, Lehrgänge und Seminare in Hannover, Celle und sonstwo ausfielen, stellten wir uns die Frage, wie wir die Neueinsteiger in der Imkerei vernünftig an ihr neues Hobby heranführen können. Schließlich gibt es im Zusammenspiel zwischen Bien und Mensch so einiges zu beachten. Uli und Christoph haben die Köpfe zusammengesteckt und schnell war klar, daß bei der mittlerweile beachtlichen Größe unseres Vereins ein eigenes Schulungsformat, das zumindest doie wichtigsten Grundlagen abdeckt, her muss. Den Theorieteil zumindest liese sich auch digital gestalten, da hatten wir mit den "Virtuellen Themenabenden" ja bereits gute Erfahrungen gesammelt. Und inhaltlich konnten wir auf das Schulungsmaterial "Die Honigmacher", das der D.I.B. öffentlich zur Verfügung stellt, zugreifen.   
Gedacht - gemacht: Am 18.02.2022 konnten Uli und Christoph 14 NeueinsteigerInnen in die Imkerei zur digitalen Auftaktveranstaltung begrüßen. Da Spektrum der 3 Teilnehmerinnen und 11 Teilnehmer reichte von "Noch keine Bienen" bis zu "3 Völker und 2 Jahre Erfahrung". In den folgenden 6 Wochen trafen wir uns jeden Freitag abend zu einem neuen Themenblock, in den die TeilnehmerInnen sich vorher individuell auf Basis der "Honigmacher" einarbeiten konnten. So ging es immer unterhaltsam und mit guten Diskussionen durch die wesentlichen Aspekte der Bienenhaltung. Schwerpunkte waren insbesondere:
 - Biologie der Biene 
- rechtliche und organisatorische Rahmenbedingungen der Imkerei 
- Beutensysteme in der Magazinimkerei 
- Imkern im Jahresablauf 
- Trachten 
- Bienenkrankheiten erkennen und behandeln (insbesondere Varroa)

Der Theorieteil endete mit einer gemeinsamen Rückschau und einem sehr positiven Feedback von allen TeilnehmerInnen. Mir als Schulungsleiter hat diese "Premiere" auch sehr viel Freude gemacht. Zum einen, weil wir zeigen konnten, daß sich relevantes Wissen für die Imkerei auch gut virtuell vermitteln lässt (was natürlich nur für den Theorieteil gilt). Aber auch, weil mir die vielen Fragen und Diskussionen immer gezeigt haben, daß alle TeilnehmerInnen großes Interesse zeigen und sich trotz des Freitagabends an allen Themen aktiv beteiligen.
 
Am 15. April fand dann der Praxistag im Heiligen Hain statt. Hier hatten alle die Gelegenheit, jeweils ein Bienenvolk durchzuschauen, wesentliche Aspekte der aktuellen Situation im Volk zu erkennen und zu verstehen und unter Anleitung erforderliche Anpassungen vorzunehmen. 
 
Wie geht es weiter? Das Format der virtuellen Informationsabende wollen wir beibehalten. Auch wird es einen weiteren Praxistag geben, vermutlich im Juli zum Themenumfang Sommerbehandlung, Totale Brutentnahme (TBE) und Auffüttern. 

Für den Theorieteil wird der Verein den Teilnehmern eine offizielle Teilnahmeurkunde aushändigen.   
 
Ich freue mich, daß wir mit dieser Einsteigerschulung das Vereinsleben um einen wichtigen Baustein bereichert haben und auch in Zukunft das so wichtige Thema Grundlagenausbildung eigenständig leisten können. 
 
Christoph Hartmann, 2. Vorsitzender und Schulungsleiter

Im Landkreis Gifhorn grassiert immer noch die Amerikanische Faulbrut, die für Bienenvölker eine gefährliche Seuche darstellt. Das zuständige Veterinäramt hat zur Bekämpfung Sperrgebiete festgelegt und für Bienenvölker, in denen die Faulbrut mit einem hohen Sporengehalt festgestellt wurde, eine Sanierung angeordnet. Mittlerweile wurden einige Sperrgebiete auch wieder aufgehoben oder verkleinert.

Die Aufhebung der Sperrgebiete bedeutet aber nicht, dass die Seuche vollständig ausgemerzt ist, sondern nur, dass es keine akuten Fälle mit hohem Sporengehalt mehr gibt.

Es gibt aber nach wie vor Völker mit einem geringen Sporengehalt, die unbedingt saniert werden müssen, damit daraus nicht wieder neue „Ausbruchsfälle“ mit hohem Sporengehalt entstehen. Um diese Völker zu finden müssen die Bienenbestände regelmäßig geprüft werden.

Die Erkrankung mit dem hier grassierenden Faulbrut-Erregertyp (Eric II) kann man so gut wie nicht erkennen.

Die Feststellung der Erkrankung ist nur anhand einer Futterkranzprobe im Labor möglich.

Aus diesem Grund hat der Imkerverein Meinersen seine Mitglieder in diesem Frühjahr zu einer Aktion „Futterkranzprobe 2022-1“ aufgerufen.Für diese Aktion haben sich 22 Imkerinnen und Imker aus unserem Verein angemeldet. Insgesamt wurden 30 Proben bestellt.

In diesen Tagen hat der Verein von der Landwirtschaftskammer Hannover auch eine Förderzusage für diese Aktion erhalten. Damit können die Kosten auf 10 € je Probe gesenkt werden.

Aus bis zu 8 Völkern dürfen die Futterkranzproben zu einer Sammelprobe zusammen gefasst werden. Damit besteht die Möglichkeit, mit einem überschaubaren Mittelaufwand Sicherheit über den Gesundheitszustand der Völker zu erhalten.

Ab Mitte des Monats werden wir die ersten warmen Tage haben. Dann werden die Bienen mit Ihren Ausflügen beginnen und wir Imker können die Beuten kurz öffnen und die Futterkranzproben entnehmen.

Über das Ergebnis der Aktion werden wir an dieser Stelle demnächst weiter berichten.

 

Ulrich Grusdt

Liebe Imkerinnen und Imker,
 
es gibt jetzt eine Whats-App-Gruppe für den Imkerverein Meinersen!
Damit wollen wir die Möglichkeit zur direkten und natürlich rein themenbezogenen Kommunikation hier im Verein ermöglichen. 
 
Also z.B:
"Wer fährt am Wochenende auch nach Celle und könnte mich aus Müden mitnehmen?"
"Ich habe noch eine halbe Flasche Bienenwohl übrig, wer hat Bedarf?"
"Hilfe, in meiner Beute sieht es so aus (Foto), was ist das?"
etc...
 
Offizielle Vereinsinformationen, wie beispielsweise Einladungen zur Mitgliederversammlung erfolgen natürlich weiterhin auf den bekannten Wegen. 
 
Für Whatsapp haben wir uns entschieden, weil es eben doch die für diesen Zweck weitestverbreitete App ist. Die Teilnahme ist natürlich rein freiwillig. Wichtig ist, daß die Kommunikation sachlich und höflich erfolgt und sich rein auf Vereins- und imkerliche Themen bezieht.  
 
Wer in die Gruppe möchte, sendet bitte eine Email mit seiner Mobiltelefonnummer an Christoph Hartmann: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
 
 
Viele Grüße,
Christoph