Im Landkreis Gifhorn grassiert immer noch die Amerikanische Faulbrut, die für Bienenvölker eine gefährliche Seuche darstellt. Das zuständige Veterinäramt hat zur Bekämpfung Sperrgebiete festgelegt und für Bienenvölker, in denen die Faulbrut mit einem hohen Sporengehalt festgestellt wurde, eine Sanierung angeordnet. Mittlerweile wurden einige Sperrgebiete auch wieder aufgehoben oder verkleinert.

Die Aufhebung der Sperrgebiete bedeutet aber nicht, dass die Seuche vollständig ausgemerzt ist, sondern nur, dass es keine akuten Fälle mit hohem Sporengehalt mehr gibt.

Es gibt aber nach wie vor Völker mit einem geringen Sporengehalt, die unbedingt saniert werden müssen, damit daraus nicht wieder neue „Ausbruchsfälle“ mit hohem Sporengehalt entstehen. Um diese Völker zu finden müssen die Bienenbestände regelmäßig geprüft werden.

Die Erkrankung mit dem hier grassierenden Faulbrut-Erregertyp (Eric II) kann man so gut wie nicht erkennen.

Die Feststellung der Erkrankung ist nur anhand einer Futterkranzprobe im Labor möglich.

Aus diesem Grund hat der Imkerverein Meinersen seine Mitglieder in diesem Frühjahr zu einer Aktion „Futterkranzprobe 2022-1“ aufgerufen.Für diese Aktion haben sich 22 Imkerinnen und Imker aus unserem Verein angemeldet. Insgesamt wurden 30 Proben bestellt.

In diesen Tagen hat der Verein von der Landwirtschaftskammer Hannover auch eine Förderzusage für diese Aktion erhalten. Damit können die Kosten auf 10 € je Probe gesenkt werden.

Aus bis zu 8 Völkern dürfen die Futterkranzproben zu einer Sammelprobe zusammen gefasst werden. Damit besteht die Möglichkeit, mit einem überschaubaren Mittelaufwand Sicherheit über den Gesundheitszustand der Völker zu erhalten.

Ab Mitte des Monats werden wir die ersten warmen Tage haben. Dann werden die Bienen mit Ihren Ausflügen beginnen und wir Imker können die Beuten kurz öffnen und die Futterkranzproben entnehmen.

Über das Ergebnis der Aktion werden wir an dieser Stelle demnächst weiter berichten.

 

Ulrich Grusdt